Dialekt – oder lieber nicht?

Oft werde ich in Verkäuferseminaren gefragt, ob Dialekt hinderlich sei.

Nun, es kommt ganz darauf an, denn Untersuchtungen beweisen, dass es ganz entscheidend ist, welchen Dialekt man spricht. In Deutschland rangiert das Sächsische ziemlich weit unten in der Beliebtsheitsskala, das Norddeutsche recht weit oben.

Dabei ist die sog. “Deutsche Hochsprache”, die dem Norddeutschen entspricht, historisch auch nichts anderes als ein Dialekt, allerdings eines, das sich als allgemeingültig durchgesetzt hat.

When in Rome, do as the Romans do” lautet ein englisches Sprichwort. Das gilt auch für Dialekte. Spricht man nämlich den gleichen Dialekt, macht das erstmal per se sympathisch: “Das ist einer von uns!”

Je positiver ein Kunde zu einer Region eingestellt ist, in der ein Dialekt gesprochen wird, desto eher akzeptiert er seinen Gegenüber, wie eine Studie der TU Dresden nachweist.

Doch Dialekt hin oder her, jeder Verkäufer muss in der Lage sein, sich verständlich auszudrücken. Wer als Verkäufer nicht in der Lage oder willens ist, Hochdeutsch – wenn auch mit leichtem regionalen Einschlag – zu sprechen, der wird es schwer haben – no?

 

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