Sep
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Die Rückkehr von Tante Emma
“Temma” lautet ein neues Marketingkonzept des Rewe-Konzerns.
Marktplatz und Treffpunkt soll Rewes neue Tante-Emma-Laden sein. Dabei handelt es sich vom Konzept her um eine Mischung aus Bio-Supermarkt, Feinkostgeschäft, Marktstand und Bistro. Kunden sollen hier nicht nur einkaufen, sondern auch bei Kaffee, Wein oder einem Snack verweilen. Das Ambiente strahlt Ruhe und Gemütlichkeit aus, hier wird ganz offensichtlich der wohlhabende Genussmensch aus Wohnvierteln mit überdurchschnittlicher Kaufkraft angesprochen. An drei Standorten gehobenener Wohngegenden in Köln und Düsseldorf wurde das Konzept seit 2009 zunächst ausprobiert – offenbar mit großem Erfolg.
Ein anderes Modell aus der Versuchsküche des Konzerns heißt “Rewe-to-go”. Das Piltoprojekt liegt in Köln in einem der am stärksten frequentierten Einkaufsdistrikte. Auf nur 130 Quadratmetern werden tausend unterschiedliche Artikel für die Unterwegsversorgung verkauft: Sushi, Säfte, Sandwiches aber auch verzehrfertiges portioniertes Obst. Der moderne nomadisierende Single in Hochfrequenzlagen wird das Angebot ebenso schätzen wie der Tourist, denn der “Rewe to go” soll die gesunde Alternative zu klassischen Fast-Food-Ketten sein.
Ein drittes Konzept namens “Rewe Online” trägt dem Trend zum zeitsparenden Einkaufen Rechnung: In drei Filialen im Rhein-Main-Gebiet kann der Kunde online bestellen und erhält eine Nachricht über den Abholtermin. An einer separaten Abholstation für Autos kann der Kunde seinen Einkauf abholen und bezahlen – hier wurde das bekannte “Drive-in”-Konzept angewandt.
Eine sich wandelnde Gesellschaft und ein sich damit veränderndes Konsumverhalten erfordern neue Marketingkonzepte. “Nähe schlägt Größe” heißt es neuerdings nach Jahren der Mega-Märkte wieder.
Solche innovativen Modelle lassen sich durchaus auf andere Branchen übertragen. Wir unterstützen Sie gerne bei der Übersetzung!