Über die Kommerzialisierung des Alltagslebens

Kaum ein Ort mehr, der nicht mit Werbung vollgekleistert ist, keine Zeit mehr, die nicht von Werbung unterbrochen wird.

Es ist unmöglich, die Zeitung aufzuschlagen, das Radio oder den Fernseher einzuschalten, im Internet zu surfen, einen Schritt auf die Straße zu tun und dabei nicht auf Werbung zu stoßen. Nicht einmal auf dem stillen Örtchen ist man mehr vor Werbung sicher.

Tag für Tag müssen deutsche Bürger bis zu 14.000 Werbebotschaften über sich ergehen lassen. Doch in dem Maße, wie die Massenkommunikation immer aufdringlicher wird, wird sie auch immer ineffizienter: Anzeigen werden einfach überblättert, Plakate ignoriert, in der Fernsehpause wechselt man den Sender oder geht aufs Klo, das Pop-up wird weggeklickt oder gar gleich unterbunden.

Vermehrte Werbung soll helfen, den Kunden zum Kauf zu verleiten. Funk- und Fernsehspots, Plakate, Anzeigen, Internet – die unendliche Werbeschlacht tobt. Immer mehr Menschen werden simultan, redundant und überflüssiger Weise angesprochen und mit Werbeinhalten konfrontiert, die sie nicht im Geringsten interessieren. Viele Verbraucher zeigen sich deshalb inzwischen schon „reklamophob“ und entwickeln immer stärkere Filter, um ihre Nerven und Zeit zu retten: “Bitte keine Werbung!”

Mensch haben einen Abwehrmechanismus entwickelt, der dazu führt, dass 98,4% der klassischen Werbung ignoriert werden. Meinte Henry Ford angeblich noch, die Hälfte seiner Werbeausgaben zum Fenster hinauszuwerfen, so hat heute nur noch 1% der Werbung nach neueren Untersuchungen überhaupt eine Wirkung. Schlimmer noch, jeder vierte Verbraucher kauft Produkte deshalb nicht, weil er sich über deren Werbung geärgert hat. Werbung ist oft keine Werbung für die Werbung und findet zunehmend unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

Eine Lösung lautet „Permission Marketing”, bei der der Anbieter sich die Erlaubnis holt, einen Kunden überhaupt anzusprechen. Eine andere ist das “Empfehlungs- oder Viralmarketing”. Es geht darum, präsent zu sein, ohne aufdringlich zu werden. Gerne beraten wir Sie gemeinsam mit unseren Netzwerkpartnern in der Auswahl Ihrer Werbestrategien.

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