Aug
22
Demotivation – so rächen sich Mitarbeiter
Wenn Mitarbeiter demotiviert sind, bleiben sie weit unterhalb ihrer Möglichkeiten.
Unzufriedenheit ist der Motor menschlicher Entwicklung. Würde der Mensch nicht ständig und immer wieder unzufrieden mit seinem Dasein im Hiersein sein, wohnten wir vermutlich immer noch auf Bäumen oder in kalten Höhlen.
Doch zu groß und zu dauerhaft darf die Unzufriedenheit wiederum auch nicht sein. Denn ist die Mehrheit der Mitarbeiter eines Unternehmens dauerhaft unzufrieden, kann das ein Unternehmen zu Fall bringen. Bei der Deutschen Bahn gaben in einer internen Befragung kürzlich 70% der Mitarbeiter an, sie seien mit den Arbeitsbedingungen unzufrieden. Hier ist es höchste Zeit zu handeln.
Manche Mitarbeiter in deutschen Unternehmen würden lieber in einem anderen Unternehmen arbeiten. Solange das nicht möglich ist, vollziehen sie die „innere Kündigung“. Neuere Untersuchungen zeigen, dass dies bereits bei 50% der Mitarbeiter der Fall ist.
Doch nicht nur das: Unzufriedene Mitarbeiter rächen sich meist leise. Der Schaden ist immens. Rund 35 Milliarden Mark, so hat das Institut der deutschen Wirtschaft ausgerechnet, gehen den Betrieben jährlich dadurch verloren.
“Tatsächlich ist der Schaden, der von übelgelaunten, weil frustrierten Mitarbeitern verursacht wird, kaum zu beziffern. Er ist, neben ineffizienten Produktionsabläufen und aufgeblähten Verwaltungsapparaten, der wichtigste Passivposten in der Leistungsbilanz der deutschen Unternehmen.” (Günter Ogger).
Es lassen sich eine ganze Reihe negativer Auswirkungen festhalten, die naturgemäß immer im Sachzusammenhang mit Leistung, Effizienz oder moderner “Output” im Zusammenhang stehen, wenn Mitarbeiter demotiviert sind:
- Man telefoniert uns surft viel und lange privat
- Man kommt und geht (über-)pünktlich
- Man liefert eine gerade so ausreichende Arbeitsleistung
- Die Fehlzeiten häufen sich
- Die Fluktuation nimmt zu
Alle diese Faktoren bedeuten für das Unternehmen letztendlich immer nur eines: KOSTEN!
Und aus diesem Grunde ist eine Beschäftigung mit dem Thema (De-) Motivation von Mitarbeitern unerlässlich. Eine Möglichkeit sind gemeinsame Workshops, um Defizite und Demotivationen aufzudecken. Eine weitere Möglichkeit sind Führungsseminare, denn ein Mitarbeiter verlässt meist eine Führungskraft, weniger das Unternehmen. Den Zusammenhang von Fehlzeiten und Führung kann nachlesen im “Fehlzeitenreport 2011” der AOK.
Eine andere Möglichkeit sind systematische Mitarbeitergespräche, damit das Unternehmen rechtzeitig erfährt, wenn ein Mitarbeiter unzufrieden ist. Wenn Führungskräfte mit Ihren Mitarbeiter mehr reden würden, wüssten sie auch besser Bescheid um die Lage im Unternehmen.
Doch das tun Chefs nur zu selten. Nach einer Umfrage der Personalberatung Rochus Mummert hat jeder dritte Beschäftigte in den vergangenen zwei Jahren nicht mehr mit seiner Führungskraft über seine berufliche Situation gesprochen. Bei jedem zweiten liege das Mitarbeitergespräch mehr als zwölf Monate zurück.
Ob Workshop, Mitarbeiterbefragung, Führungsseminar, in all diesen Bereichen unterstützen wir Sie gerne, damit Sie rechtzeitig erfahren, ob oder dass Ihre Mitarbeiter unzufrieden sind. Das Motto jeder Führungskraft sollte es sein: “Wenn Sie unzufrieden sind, dann möchte ich der Erste sein, der das erfährt!”